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Das Projekt lebt


Weihnachtsaktion

Die Weihnachtsaktion im Projekt verlief, durch tatkräftige Unterstützung von Sponsoren, wunderbar. Wir konnten durch Sponsorengelder Bastelmaterial kaufen, um gemeinsam mit den Kindern Plastikflaschen in Weihnachtsmänner umzuschmücken. Diese haben wir dann mit Süßigkeiten gefüllt und zusammen mit Kleidungsstücken an unsere Kinder verschenkt. An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an das Team von Ketchum Pleon aus Stuttgart, das uns drei große Pakete voll mit Kleidungsstücken geschickt hat, um diese an Weihnachten verteilen zu können. Die Stimmung und die Freude waren riesig und wir hatten einen tollen Tag miteinander.



Neues Jahr – Neues Glück – Neue Kinder

Mit dem neuen Jahr hat auch gleichzeitig das neue Schuljahr in Namibia begonnen. Wir betreuen in unserer Pre-School aktuell über 20 Kindergartenkinder, darunter auch einige aus dem letzten Jahr, da sie noch zu jung für die Schule sind. Ich habe letzte Woche Profilbilder erstellt und ausdrucken lassen, um hauptsächlich unsere Pre-School zu verschönern und dadurch auch die Namen zügiger zu lernen. In der Pre-School herrscht momentan noch Frieden und Kriegsstille, doch ist es eine Frage der Zeit bis alle auftauen und bereit sind für den Krieg ihres Lebens. Ich fürchte schon den Tag, an dem mir alle wieder auf der Nase herum tanzen, denn noch haben sie den nötigen Respekt und das Benehmen, aber das liegt wohl eher an der anfänglichen Schüchternheit. Die neue Umgebung muss erst erkundet-, Grenzen ausgetestet und Feinde ganz langsam eliminiert werden. Aber ich bin gut mit pädagogisch wertvollen Strafen ausgerüstet, wenn dieser Tag kommen sollte.​

Unser kleinster und jüngster Neuling heißt Absalom (4), den ich direkt unter meine Fittiche genommen habe. Er spricht leider noch kein Englisch, daher nutze ich die vereinfachte Kommunikationsart mit Händen und Füßen. Er hat in den wenigen Wochen aber schon „How are you, teacher?“ gelernt, wobei ich mir denke, dass er die Bedeutung dahinter nicht versteht. Denn, wenn ich ihn frage, wie es ihm geht, kommt keine Antwort. Dann versuche ich es einfach in seiner Sprache: „naua?“ und bekomme direkt eine Antwort: „eeeh“, eine typische Begrüßungsformel der Oshiwambos.





Soupkitchen

Ich habe in meinen vergangenen Newslettern versäumt, von der Soupkitchen zu berichten: jeden Tag um 10 Uhr heißt es: „It’s time for Ouma“ (Ouma ist Afrikaans für Oma) und dann begeben sich unsere Pre-Schooler in die Suppenküche, die sich auf der anderen Straßenseite befindet, um eine warme Mahlzeit zu bekommen. Maisbrai – eine beliebte Mahlzeit der Namibier, die morgens, mittags und abends gerne zum Fleisch gegessen wird. Unsere Kindergartenkinder haben nicht immer etwas zu essen dabei, sodass die Suppenküche eine gute Möglichkeit ist. Ab und zu kaufen wir Obst oder Gemüse, wenn unser Budget das zulässt, um dieses in der Pause zu verteilen.





Celebrating Valentin’s Day

Ich hatte wenige Wochen vor Valentinstag die Idee heliumgefüllte Herzluftballons zu bestellen, um diese samt eines Wunsches in die Luft steigen zu lassen. Als ich die Zustimmung meiner Kollegen hatte, bestellten wir direkt welche im Spielzeuggeschäft. Der Transport der Luftballons war sehr lustig und ich habe gedacht, das Auto würde ebenso gleich in die Luft steigen. Als wir im Projekt ankamen, wurden wir von einer Horde an Kindern überrollt, die den Wunsch eines Ballons äußerten. Wir rannten direkt in unser Klassenzimmer, um die Ballons in Sicherheit zu bringen und dem Glück sei Dank ist beim Transport kein einziger Ballon geplatzt oder weggeflogen.

 

Wenige Tage zuvor begannen wir in der Nachmittagsbetreuung, die von der armedangels gesponserten Tragetaschen mit Valentinstagsgrüßen zu bemalen. Der ganze Aufwand und das Chaos im Projekt haben sich gelohnt und ich bin froh, dieses Programm ins Leben gerufen zu haben. Ohne meine Mitfreiwillige, Malina, die mich immer wieder aufbaut, wäre ich wahrscheinlich an einem Nervenzusammenbruch kollabiert. Es ist immer wieder lustig und spannend mit den Kindern zu arbeiten, weil wir lachen und rumalbern, aber auch sehr anstrengend, weil jedes der Kinder immer irgendeinen Wunsch hat. Die Geräuschkulisse macht es nicht besser. Aber das Resultat und das Feedback meiner Kinder am Ende der Woche haben mich glücklich und stolz gemacht.


Und dann ließen wir die Herzluftballons in die Luft steigen und verbreiteten Liebe im gesamten „Township“. Autos fuhren vorbei und hupten, Menschen blieben stehen und schauten zu und Kinderaugen wurden größer – meine ebenso. Ich hoffe, all ihre Wünsche gehen irgendwann in Erfüllung.



 

All diese Aktionen sind nur durch Unterstützung von Sponsorengelder möglich. Daher freue ich mich immer wieder, wenn es Menschen gibt, die bereit sind zu helfen und uns dadurch Tage wie diese und jene ermöglichen. An dieser Stelle ein herzliches und aufrichtiges Danke aus Namibia.

Bis zum nächsten Newsletter.



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Volkan Sazli
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